Yoga bei Hitze im Markgräflerland

Passend zu den aktuellen hochsommerlichen Temperaturen höre ich gerade oft: „Es ist doch viel zu heiß für Yoga." Oder: „Gerade bei uns in Weil am Rhein und Lörrach ist es einfach zu heiß für alles."

Ja und nein. Natürlich solltest du auf dich achten, auf deinen Körper und ganz besonders auf dessen Bedürfnisse hören. Wenn du abends schlapp und ausgelaugt von der Hitze des Tages bist, hast du vielleicht keine Lust mehr, ins Yoga-Studio zu gehen und zu praktizieren. Ganz auf Yoga zu verzichten ist deshalb aber nicht nötig. Vielleicht legst du dich heute Abend einfach zuhause auf den Boden, lehnst die Beine an die Wand und streckst sie sanft nach oben aus. Viparita Karani, der „Wasserfall“,  fühlt sich in den Abendstunden besonders wunderbar entspannend an, gerade wenn es draußen noch warm ist.

Tipps zum Umgang mit Yoga bei Hitze

  • Wichtigste Regel beim Yoga: diese gilt immer, aber besonders jetzt. Achte gut auf dich. Erzwinge nichts! Mach Pausen. Achte auf deinen Kreislauf. Trinke während der Yoga-Stunde.

  • Auswahl der Yoga-Art: Eine intensive Ashtanga-Klasse ist bei hohen Temperaturen nicht unbedingt die richtige Wahl. Praktiziere lieber eine sanfte Yoga-Stunde oder eine Yin-Yoga-Klasse.

  • Nutze Hilfsmittel: Bolster, Block und Meditationskissen sind wunderbare Unterstützungen und machen viele Posen entspannender.

  • Uhrzeit: Gerade im Hochsommer bietet sich das Praktizieren in den frühen Morgenstunden an.

  • Yoga ist so viel mehr als Asanas: Mach einen Spaziergang am frühen Morgen, genieße die frische Luft, atme frei und komm so schon morgens in deine Entspannung. Oder mach eine einfache Atemübung wie die tiefe Bauchatmung, gefolgt von einer Meditation in Rückenlage.

Yoga-Übungen bei Hitze

Am Morgen

Gerade im Markgräflerland und im Raum Basel kann es im Sommer sehr heiße Tage geben. Da war Deine Nacht vielleicht zu Beginn unruhig, und du bist erst mit den kühleren Morgenstunden in einen tiefen Schlaf gesunken. Du bist müde, und dein Tag liegt noch vor dir. Nutze den kühlen Morgen, um dir und deinem Körper etwas Gutes zu tun.

Nimm dir ein paar Minuten für eine Meditation und mobilisiere deinen Körper im Anschluss. Dehne deinen Körper im Vierfüßler-Stand: Katze-Kuh, Beinrückseiten dehnen und federn, Nadelöhr, Tiger, Tor. Gehe über in den Herabschauenden Hund und laufe einige Runden auf der Stelle: Laufe nach vorne und verweile einen Moment in der tiefen Vorbeuge. Greife die Ellenbogen und lass dich hängen. Wenn du magst, praktiziere im Anschluss ein paar Runden Sonnengruß. Wenn nicht, komm zum Liegen: Schulterbrücke, liegende Drehung und gönne dir eine Endentspannung.

Am Abend

Dein Körper und deine Gelenke sind vom Tag stark erwärmt, aber sei trotzdem ganz sanft zu dir. Du hattest einen langen Tag in der Hitze, der für deinen Körper anstrengend war. Die Temperaturen rund um Basel und Lörrach kratzten wieder an der 40-Grad-Marke. Nimm dir Zeit, langsam in die Bewegungen zu gehen, und sinke sanft in deine Dehnungen.

Starte mit einer sanften Atemübung: Komm in eine bequeme Sitzhaltung, schließe die Augen und fokussiere dich auf den Moment. Dann schenke deinem Körper ein paar sanfte Mobilisierungen im Sitzen: Kopf kreisen, Nacken kreisen, Flanken dehnen, Katze-Kuh im Sitzen, Adler-Arme, Schmetterling, sitzende Drehung. Bei warmen Temperaturen mag ich gerne dehnende Positionen, die ich nach Belieben lange halte, wie die Lizard-Pose, das kleine Reh oder die Taube. Achte darauf, nicht zu tief in die Dehnung zu sinken, auch wenn deine Muskeln und Faszien vermutlich geschmeidiger sind. Im Anschluss daran eignet sich die unterstützende Schulterbrücke, der liegende Schmetterling mit Polstern unter den Knien und die liegende Drehung. Verweile gerne 3–4 Minuten in den Posen. Vor der Endentspannung ist es schön die Beine einige Minuten locker nach oben zu strecken

Häufige Fragen zu Yoga bei Hitze

Ist Yoga bei großer Hitze schädlich? Nein, grundsätzlich nicht. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören, ausreichend zu trinken und die Intensität bei Bedarf anzupassen. Sanftes Yoga oder Yin Yoga sind bei Hitze meist die bessere Wahl als eine intensive Ashtanga-Praxis.

Welche Yoga-Art eignet sich am besten für heiße Tage? Sanfte Yoga-Stunden, Yin Yoga sowie ruhige Atem- und Meditationsübungen eignen sich bei Hitze besonders gut, da sie den Kreislauf weniger belasten als dynamische, schweißtreibende Yoga-Stile.

Wann sollte ich bei Hitze am besten Yoga praktizieren? Die frühen Morgenstunden sind im Hochsommer ideal, da die Temperaturen hier noch angenehm kühl sind. Alternativ eignen sich auch die späten Abendstunden für eine ruhige, entspannende Praxis. Das kann dir helfen nach einem anstrengenden Tag bei heißen Temperaturen runterzukommen, zu entspannen und in einen ruhigen Schlaf zu finden.

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